Salta
Salta trägt seinen Ehrentitel "la linda" (die Hübsche)
absolut zu Recht. Die 450.000 Einwohner zählende Provinzhauptstadt
zieht Besucher aus Argentinien und Übersee gleichermaßen
in ihren Bann. Rotgoldener Kolonialbarock, Palmen und Hibisken, dazu
die weiche Luft der Subtropen auf angenehmen 1200 m über dem
Meerspiegel- Salta hat einfach Charme.
Am schönsten putzt sich die Stadt nach der Siesta heraus, wenn
sich Jung und Alt unter den Kolonnaden rund um die Plaza 9 de Julio
zur Happyhour trifft. Wie wäre es mit einem Pisco Sour oder einem
kühlen Gläschen Torrontes?
Für solche und andere erfreuliche Nebensächlichkeiten nehmen
sich die Salteños immer gerne Zeit.
Tren a las Nubes:
Eine der Hauptattraktionen des Nordwestens ist der Tren a la Nubes,
der "Zug in die Wolken". Die Trasse dieser Transandenbahn
von Salta nach Antofagasta in Chile ist eine großartige Ingenieurleistung.
Von 1187 Höhe schraubt sich durch 21 Tunnel, 22 Brücken
und zahlreiche Zickzackweichen, so genannte "rulos" (Lockenwickler),
auf 4475 m in die Puna empor. Als 1948
der erste Zug in die Passhöhe von Socompa
erreichte, waren für 1600 Arbeiter 27 Jahre härteste Bauzeit
vorüber.
Heute verkehrt die Bahn nur noch bis zur Grenze; unterwegs versogt
sie einsame Borax- und Manganminen in der Hochwüste mit Geräten
und befördert das Erz zu Tal.
Der touristische Tren a las Nubes ist die Lightversion dieser Bahn:
Sie verfügt über einen beheizten Speisewagen, Bar und
Krankenstation für akute Anfälle von "apunamiento",
von Höhenkrankheit.
Calchaqui- Tal:
Von Cafayate führen zwei Straßen nach Norden. Rechts
auf der RN 68 windet sich die Straße durch das abwechslungsreiche
Valle Guachipas.
Wer Zeit mitbringt und an Naturschönheit und Geschichte gleichermaßen
interessiert ist, sollte auf jeden Fall lieber die RN 40 nehmen.
Sie schlängelt durch die malerischen Valles Calchaquies, die
vom Rio Calchaquí, einem der längsten
Flüsse Argentiniens, bewässert werden.
Jedes der vielen Dörfer im Calchaquí- Tal verdient zumindest
einen kurzen Rundgang, der einen Eindruck von der kunstvollen Kolonialarchitektur
vermittelt, die hier noch weithin erhalten ist.
Der eindrucksvollste ort im ganzen Calchaquí- Tal ist Cachi,
175 kurvenreiche Kilometer nördlich von Cafayate. Das 1800
Einwohner Dorf besitzt kopfsteingepflasterte Gassen, weiß
getünchte Adobehäuser, idyllische Patios und eine der
ältesten Kirche der Region: Die Iglesia
San José mit ihrer Decke aus dem porösen, aber
äußerst langlebigen Holz des Kandelaberkaktus (cardón)
wurde 1796 errichtet. Neben Lehm ist dies das einzige verfügbare
Baumaterial, auf das man hier bereits in der Kolonialzeit zurückgreifen
konnte.
Cafayate:
Die freundliche Kleinstadt (7500 Einwohner) mit der hübschen
Plaza ist nicht nur auf ihre ungewöhnliche, fünfschiffige
Catedral del Rosario stolz, sondern auch
auf seinen bekannten Weißwein Torrontés.
Besonders viele junge Leute verbringen ihren Urlaub hier. Was sie
suchen, das finden sie hier auch: Einsamkeit, wunderbare Landschaften,
Canyons und eine Vielzahl von möglichen Outdoor- Aktivitäten
(Mountainbiking, Reiten) sowie eines der bekanntesten Folklorefestivals
der Region mit einem ausufernden Nachtleben.
Quebrada de Humahuaca:
Von San Salvador de Jujuy aus gelangen
wir über diesen natürlichen Weg auf der Hochebene nach
Bolivien. Buntgefärbte Berge umgeben Dörfer mit Häusern
aus getünchten Luftziegeln und historische Kapellen wie Purmamarca,
Maimará, Tilcara
und Humahuaca und die prähispanischen
Ruinen von Pucará de Tilcara. Die Kirche von Yavi (312 km)
ist Ausdruck reinster Kolonialarchitektur. .
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Iglesia San Francisco
in Salta

Brot wird noch auf traditionelle Weise im Lehmofen
gebacken

Purmamarca, das Dorf am Cerro
de los Siete Colores (Berg der Sieben Farben)

Der Tren a las Nubes
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